Borreliose durch Zecken - so kann Naturkunde helfen

Der Klimawandel mit milden Wintern und sehr warmen Sommern erfreut nicht nur uns und unsere Kinder, sondern leider auch die einheimischen Zecken. Selbst die neu eingewanderte tropische Riesenzecke Hyalomma kommt mittlerweile in großer Zahl in Deutschland vor.

Kritisch ist diese hohe Zahl deshalb, weil Zecken eine Vielzahl von Krankheiten übertragen können. Am meisten werden Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Bundesweit tragen laut Robert-Koch-Institut zwischen 5 und mehr als 35 Prozent der Zecken Borrelien in sich. Im Schnitt beträgt die Wahrscheinlichkeit, sich nach einem Zeckenstich mit Borrelien zu infizieren, 1,5 bis 6 Prozent. Entscheidend ist hier schnelles Entfernen, da sich die Erreger im Mitteldarm der Zecke befinden und erst nach 12 bis 24 Stunden auf den Menschen übergehen. Wenn sich ein roter Kreis um den Zeckenstich zeigt, sollte man umgehend handeln. Diese sogenannte Wanderröte kann auch erst einige Tage oder sogar Wochen später auftreten.


Beim Menschen können drei Stadien eines Borreliose- Syndroms unterschieden werden:

  • Einige Tage bis Wochen nach der Infektion: charakteristische Hautrötung, die um den Zeckenbiss auftritt und sich ringförmig ausbreitet, die so genannte Wanderröte. Sie tritt in ungefähr 70 Prozent der Fälle auf.

  • Allgemein: grippeähnliche Symptome wie Schweißausbrüche, Fieber, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen u.a.

  • Einige Wochen bis Monate nach einer Infektion: Entzündungen der Nerven und der Hirnhaut möglich. Starke, brennende Schmerzen, häufig um die ursprüngliche Bissstelle der Zecke. In einigen Fällen Lähmungen beispielsweise der Gesichtsmuskeln, selten auch Entzündungen des Herzens und Störungen des Herzrhythmus.

  • Monate bis Jahre nach einer Infektion: Fälle von chronischer oder schubweise verlaufender Gelenkentzündung, zumeist der Knie- und Sprunggelenke, die Lyme-Arthritis, oder Hautveränderungen, die so genannte Acrodermatitis chronica atrophicans Herxheimer.

Besonders schwierig ist die Diagnose einer Borreliose im Spätstadium. Eine Wanderröte ist zu diesem Zeitpunkt nicht mehr sichtbar. Auch an einen Zeckenstich erinnern sich viele Patienten nicht, da dieser unter Umständen schon Jahre zurückliegen kann. Hier arbeiten wir mit dem kinesiologischen Muskeltest, um der Erkrankung auf den Grund zu gehen, denn ein positiver Laborbefund bietet keine sichere Diagnose und birgt zudem die Gefahr, dass die wirkliche Ursache der Beschwerden übersehen wird. Werden bei einer Blutuntersuchung im Labor dagegen keine Abwehrstoffe gegen Borrelien gefunden, kann eine Borreliose im Spätstadium mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden.


In der Regel erfolgt die Behandlung der Borreliose schulmedizinisch mit der Gabe von Antibiotika. Allerdings gibt es mittlerweile auch Theorien, die davon ausgehen, dass es sich auch um eine Co-Infektion mit Viren handeln könnte. In diesem Fall wären Virusstatika und Antibiotika gleichzeitig nicht angebracht, nimmt man Antiobitika über eine längere Zeit, werden die Viren aktiv und umgekehrt.


Daher ist es sinnvoll, eine Ansteckung bereits im Vorfeld zu vermeiden. Folgende Vorkehrungen können helfen, das Risiko einer Borreliose zu verringern:


1, Aufenthaltsorte der Zecken meiden

Wer auf den lichten und vegetationsarmen Waldwegen bleibt, reduziert den Zeckenkontakt erheblich. Vermeiden Sie Gebüsch, Unterholz oder ungemähte Wiesen! Rasten Sie nicht am Waldrand, an Heuhaufen und im dichten Unterholz! Eine erwachsene Zecke kann bis zu 1,50 Meter hoch klettern. Meistens ist sie aber in Knie- bis Hüfthöhe zu finden. Entgegen der weit verbreiteten Meinung klettern Zecken nicht auf Bäume und lässt sich von dort auf ihr Opfer fallen.


2, Tragen Sie geschlossene und helle Kleidung!

Die Haut sollte größtenteils bedeckt sein. Feste Schuhe oder Gummistiefel, lange Hosen und Oberteile mit langen Ärmeln machen es den Zecken schwer. Auf heller Kleidung erkennt man Zecken schneller.


3. Schützen Sie sich durch biologische Zeckenschutzmittel!

Nutzen Sie Naturstoffe wie z.B. Lavendel- und Nelkenöl, die das Risiko eines Zeckenbefalls vermindern können. Lavendelöl sollte dafür auch auf Schuhe und Strümpfe geträufelt werden. Ledum ( innerlich über den Sommer als Globuli und äußerlich angewendet) haben sich bei Mensch und Tier auch als sehr wirksam gezeigt.


4. Suchen Sie Ihre Kleidung und Ihren Körper nach Zecken ab

Während der Zeckensaison sollten nach jedem Aufenthalt in der Natur möglichst schnell die Kleidung und der ganze Körper, besonders Kniekehlen, Achselhöhlen und im Schritt abgesucht werden und Kleidungsstücke, vor allem Strümpfe, gewechselt werden. Zecken krabbeln auf der Kleidung und suchen nach freier Haut und warmen Körperstellen. Aber Vorsicht: Junge Zecken sind sehr klein (0,5 mm) und an behaarten Stellen nur schwer zu erkennen.


5. Besondere Regeln für das Entfernen

Je schneller man die Zecke vom Körper entfernt, desto geringer ist die Gefahr einer Infektion. Nie die Zecke mit Öl, Klebstoff oder Creme vor dem Entfernen ersticken, sondern die Zecke mit einer Zeckenzange, Zeckenschlinge, Zeckenkarte oder den Fingernägeln entfernen. Man packt die Zecke dabei an ihrem Saugrüssel unmittelbar an der Hautoberfläche und hebelt sie vorsichtig heraus. Ein Quetschen der Zecke muss vermieden werden, da sich sonst das Infektionsrisiko erhöht. Die Stichstelle sollte danach gewaschen und desinfiziert werden.


Haben Sie Symptome, die von einer Borreliose herrühren könnten ? Sind Sie unsicher, ob Sie in der Vergangenheit infiziert wurden ? Gemeinsam gehen wir der Ursache Ihrer Beschwerden auf den Grund und stellen einen Therapieplan auf, um Ihre Gesundheit zu stärken !


Naturheilpraxis Heilpraktikerin Christiane Jacoby 

Burgweg 2, 51399 Burscheid

Tel.: 0178 / 14 222 66